Austausch zu aktuellen Anliegen der Landarbeiterkammern

Vergangene Woche kamen die Mitglieder der Österreichischen Landarbeiterkammer (ÖLAK) zur Vorstandssitzung und anschließenden Vollversammlung in Villach in Kärnten zusammen. Die zweitägige Tagung bot den Vertreterinnen und Vertretern der Landarbeiterkammern aus den Bundesländern Gelegenheit, aktuelle arbeitsmarkt-, agrar- und interessenpolitische Themen zu beraten und gemeinsame Positionen abzustimmen. Die ÖLAK übernimmt als bundesweite Dachorganisation eine wichtige Rolle bei der Koordinierung und Abstimmung der Aktivitäten der einzelnen Landarbeiterkammern. 1

Einen Schwerpunkt der Beratungen bildete die Forderung nach einer verpflichtenden Herkunftskennzeichnung von Lebensmitteln auch in der Gastronomie. Eine transparente Ausweisung der Herkunft soll Konsumentinnen und Konsumenten eine bewusste Kaufentscheidung ermöglichen und gleichzeitig die heimische Land- und Forstwirtschaft sowie die darin beschäftigten Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer stärken. Das Thema wird derzeit auch auf politischer Ebene intensiv diskutiert; eine entsprechende Initiative zur Herkunftskennzeichnung in der Gastronomie wurde bereits mehrfach im Landwirtschaftsausschuss des Nationalrates behandelt. 2

Darüber hinaus beschäftigte sich die Vollversammlung mit der Frage, wie die Leistungen und die Bedeutung der Landarbeiterkammern noch stärker sichtbar gemacht werden können. Die Kammern vertreten die Interessen der Beschäftigten in der Land- und Forstwirtschaft und stehen ihren Mitgliedern insbesondere in arbeits- und sozialrechtlichen Fragen, bei Aus- und Weiterbildung sowie in zahlreichen weiteren Bereichen beratend und unterstützend zur Seite. Gerade angesichts der zunehmenden Herausforderungen am Arbeitsmarkt und im ländlichen Raum wurde die Bedeutung einer starken und gut vernetzten Arbeitnehmervertretung hervorgehoben.

Ein weiterer Programmpunkt war ein Fachvortrag der Allgemeinen Unfallversicherungsanstalt (AUVA) zu deren Aufgaben- und Wirkungsbereich. Dabei standen insbesondere Fragen rund um Prävention, Arbeitssicherheit und den gesetzlichen Unfallversicherungsschutz im Mittelpunkt.

Als ranghöchster Ehrengast richtete Kärntens Landeshauptmann-Stellvertreter Martin Gruber Grußworte an die Mitglieder der Vollversammlung. Gruber hat bereits in der Vergangenheit die Bedeutung der Landarbeiterkammern als verlässliche Interessenvertretung und als wichtige Partner im ländlichen Raum hervorgehoben. 3

Da ÖLAK-Präsident Ing. Andreas Freistetter krankheitsbedingt nicht teilnehmen konnte und auch sein Stellvertreter, Tirols LAK-Präsident Andreas Gleirscher, verhindert war, übernahm Präsident Ing. Edi Zentner aus der Steiermark den Vorsitz der Vollversammlung.

Die Landarbeiterkammer Tirol war durch Vizepräsident WM Josef Stock, die Kammerräte Andreas Deutschmann und Susanne Schöpf sowie Kammerdirektor Mag. Johannes Schwaighofer vertreten. Sie nutzten die Tagung zum fachlichen Austausch mit den Kolleginnen und Kollegen aus den anderen Bundesländern und zur Abstimmung gemeinsamer Anliegen der land- und forstwirtschaftlichen Beschäftigten.

Ein besonderer Dank gilt der Österreichischen Landarbeiterkammer sowie den Gastgeberinnen und Gastgebern der Landarbeiterkammer Kärnten für die gelungene Organisation, die herzliche Gastfreundschaft und das abwechslungsreiche Rahmenprogramm. Die Vollversammlung zeigte einmal mehr, wie wichtig der bundesländerübergreifende Austausch und ein geschlossenes Auftreten der Landarbeiterkammern für eine wirkungsvolle Interessenvertretung sind.

Quellen:
1)Landarbeiterkammer
2) Parlament Österreich
3) Landarbeiterkammer
Bilder: Natascha Schmutz