Am Sonntag, den 12. April 2026, fand auf der Trabrennbahn in St. Johann in Tirol der diesjährige Landesentscheid Forst der Tiroler Jungbauernschaft/Landjugend gemeinsam mit dem Forstwettkampfverein Tirol sowie der Landarbeiterkammer Tirol statt. Insgesamt 67 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus ganz Tirol sowie eine stark besetzte Gästeklasse aus benachbarten Bundesländern, Bayern und Slowenien stellten ihr Können unter Beweis.

In den Disziplinen Kettenwechsel, Fallkerb- und Fällschnitt, Kombinationsschnitt sowie Präzisionsschnitt wurde höchste Präzision, Kraft und Ausdauer gefordert. Im großen Finale zeigten die besten acht bzw. vier Teilnehmerinnen und Teilnehmer beim Entasten ihr Können.

Gemeinsam mit dem Forstwettkampfverein Tirol, der Jungbauernschaft/Landjugend St. Johann in Tirol sowie der Landarbeiterkammer Tirol blickt die Tiroler Jungbauernschaft/Landjugend auf einen äußerst gelungenen und spannenden Wettkampftag zurück. Nur wenige Millimeter und Sekunden entschieden über Sieg oder Niederlage – die Leistungen waren auf höchstem Niveau.

Ein besonderer Dank gilt der Jungbauernschaft/Landjugend St. Johann in Tirol für die hervorragende Organisation, die regionale Verpflegung sowie die Bereitstellung der Location. Ebenso bedankt sich die Tiroler Jungbauernschaft/Landjugend beim Forstwettkampfverein Tirol für die fachliche Expertise und die engagierte Unterstützung bei der Durchführung. Als Hauptsponsor stellten die österreichischen Bundesforste das gesamte Wettbewerbsholz zur Verfügung.

Die Siegerinnen und Sieger im Überblick

Damenwertung:

  1. Platz: Juliana Walder (Assling, LLA Lienz)
  2. Platz: Franziska Partner (Fulpmes, LLA Rotholz)
  3. Platz: Anna Widmann (Obernberg am Brenner, LLA Rotholz)

Besonders erfreulich war die Teilnahme von insgesamt neun Damen.

Burschen unter 18 Jahren:

  1. Platz: Stefan Riedmann (Wildschönau, LLA Rotholz)
  2. Platz: Fabian Schneider (Kartitsch, LLA Lienz)
  3. Platz: Markus Krall (Brixen im Thale, LLA Weitau)

Burschen über 18 Jahre:

  1. Platz: Simon Mayr (Wildschönau)
  2. Platz: Luis Leitner-Hölzl (Westendorf)
  3. Platz: Peter Zott (Söll)

Gästeklasse:

  1. Platz: Michael Ramsbacher (Kärnten)
  2. Platz: Simen Drasler (Slowenien)
  3. Platz: Wolfram Huber Pilgram (Kärnten)

Teamwertung:

  1. Platz: Team Slowenien
  2. Platz: Team „Treppenfüchse“ (Peter Zott, Luis Leitner-Hölzl, Simon Steiner)
  3. Platz: Waldsport Litzlhof

Spektakuläres Programm für Teilnehmer und Publikum

Nicht nur die Athletinnen und Athleten wurden gefordert – auch das Publikum kam voll auf seine Kosten. Zahlreiche Zuschauerinnen und Zuschauer verfolgten bei strahlendem Sonnenschein die spannenden Bewerbe und zeigten sich begeistert von den spektakulären Disziplinen. Ein abwechslungsreiches Kinderprogramm rundete den gelungenen Veranstaltungstag ab.

Der Landesentscheid Forst ist nicht nur ein Wettbewerb, sondern auch eine wichtige Plattform, um die Bedeutung der Forstwirtschaft hervorzuheben und das Engagement junger Menschen in diesem Bereich sichtbar zu machen. Die Tiroler Jungbauernschaft/Landjugend, der Forstwettkampfverein Tirol und die Landarbeiterkammer Tirol zeigen sich stolz über den erfolgreichen Verlauf des Landesentscheids. Ziel bleibt es, auch in Zukunft junge Talente in der Forstwirtschaft zu fördern und ihnen eine Bühne für ihre Leistungen zu bieten.

 

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Ranglisten:

 

Beschreibung der einzelnen Disziplinen

Kettenwechsel: Schwert wenden und Kette wechseln, lautet hier die Devise. Die/Der TeilnehmerIn muss die Schneidgarnitur der Säge abmontieren und sie nach dem Wechsel der Kette sowie dem Wenden der Schiene wieder zusammenbauen und dann die Spannung der Kette so einstellen, dass die Säge für den nachfolgenden Probeschnitt einsatzfertig ist.

Fallkerb- und Fällschnitt: In einem 34-38 cm starken und 60-70 cm hohen senkrecht eingespannten Rundholz sind ein vorschriftsmäßiger Fallkerb in eine vorgegebene Richtung und ein Fällschnitt mit Anstechen zu machen. Für das Fallkerbdach dürfen keine Hilfsmittel, wie z.B.: ein Stöckchen oder eine Markierung durch das Anritzen mit dem Schwert gesetzt werden.

Kombinationsschnitt: Von zwei Stämmen wird je eine 3 bis 8 cm dicke Holzscheibe abgeschnitten. Die Schwierigkeit dabei ist, dass von unten und oben nur bis zur Hälfte des Stammes geschnitten werden darf. Beide Schnitte sollten sich ohne Versatz treffen und rechtwinklig zur Stammachse durchgeführt werden.

Präzisionsschnitt: Wie beim kombinierten Schnitt wird von zwei Stämmen eine 3 bis 8 cm dicke Holzscheibe abgeschnitten – diesmal aber nur von oben. Allerdings sind die Stämme bei dieser Disziplin auf einem Brett am Boden befestigt. Die Scheibe soll möglichst vollständig abgeschnitten werden, ohne jedoch das Brett anzuritzen. Eine Sägemehlschicht versperrt den Athleten zusätzlich die Sicht auf die Kontaktzone zwischen Stamm und Brett – hier sind Augenmaß und Fingerspitzengefühl gefragt.

Entasten: Die/Der TeilnehmerIn müssen auf zylindrischen Stämmen 30 runde Äste, die in einem standardisierten Muster eingesetzt sind, absägen. Diese Aufgabe gilt es so stammeben und rasch wie möglich zu erledigen, ohne dabei auf die Arbeitssicherheit zu vergessen.

 

Quelle Text & Fotos: TJB/LJ