Die Landarbeiterkammer Tirol hat am 15. Dezember 2025 im Bauernbundsaal in Innsbruck ihre 11. Vollversammlung der laufenden Funktionsperiode abgehalten. Unter dem Vorsitz von Präsident Andreas Gleirscher standen neben Berichten aus der Kammerarbeit vor allem finanzielle Weichenstellungen für das kommende Jahr im Mittelpunkt.

Zentrales Thema der Sitzung war der Voranschlag für das Jahr 2026, der von der Vollversammlung einstimmig genehmigt wurde. Der beschlossene Haushalt sieht Gesamterträge von 956.000 Euro und Aufwendungen von rund 1,064 Millionen Euro vor. Daraus ergibt sich ein prognostizierter Gebarungsabgang von rund 108.000 Euro, der jedoch aus bestehenden Rücklagen gedeckt werden kann. Präsident Gleirscher und Kammerdirektor Johannes Schwaighofer betonten, dass die finanzielle Situation der Kammer trotz allgemein schwieriger Rahmenbedingungen weiterhin als stabil einzuschätzen sei.

In seinem Bericht ging Präsident Gleirscher zudem auf aktuelle Entwicklungen im Land Tirol ein, strukturelle Veränderungen in land- und forstwirtschaftlichen Betrieben sowie Herausforderungen im Bildungsbereich. Besonders hervorgehoben wurde die künftige österreichweite Bündelung der Berufsjägerausbildung in Tirol, die als wichtiger Schritt für den durch das LFBAG neu geschaffenen Lehrberuf Facharbeiter Berufsjagdwirtschaft gesehen wird. Kammerdirektor Schwaighofer berichtete über zahlreiche Veranstaltungen im abgelaufenen Jahr, laufende Kollektivvertragsverhandlungen und interne Personalthemen.

Abschließend blickte die Vollversammlung auf das kommende Jahr, das neben Bildungsaktivitäten auch die Vorbereitung der nächsten Landarbeiterkammerwahlen bringen wird. Präsident Gleirscher dankte den Funktionären und Mitarbeitern für ihre Arbeit und schloss die Sitzung mit Weihnachts- und Neujahrswünschen.