Am 24. und 25. August 2026 kamen die land- und forstwirtschaftlichen kollektivvertragsverhandelnden Arbeitnehmervertretungen in Schicklberg bei Kremsmünster zu ihrem alljährlichem Abstimmungstreffen zusammen. Im Mittelpunkt des gemeinsamen Austauschs standen die zentralen Herausforderungen und Ziele für die bevorstehenden Kollektivvertragsverhandlungen in der Agrarbranche.
Einigkeit herrschte darüber, dass die kommenden KV-Abschlüsse die aktuelle Teuerung in allen Bereichen wieder vollständig ausgleichen müssen. Steigende Wohn-, Energie-, Lebensmittel- und Dienstleistungskosten belasten die Beschäftigten weiterhin. Um die Kaufkraft nachhaltig zu sichern, braucht es daher gerechte Einkommen und adäquate Lohnanpassungen.
Neben der Entlohnung wurden auch notwendige Verbesserungen der arbeitsrechtlichen und sozialen Rahmenbedingungen diskutiert. Ziel ist, die Arbeitsplätze in der Land- und Forstwirtschaft attraktiver zu gestalten, qualifizierte Beschäftigte langfristig in der Branche zu halten und junge Menschen für diese wichtigen Berufe zu gewinnen.
Gut ausgebildete Fachkräfte sind eine wesentliche Voraussetzung für leistungsfähige Betriebe und die Versorgung der Bevölkerung mit regionalen Produkten. Gewerkschaften, der Österreichische Land- und Forstarbeiterbund sowie die Landarbeiterkammern werden deshalb ihre Kräfte bündeln und mit gemeinsamen Forderungen in die kommenden KV-Verhandlungen gehen.
Das Symposium setzte damit ein klares Zeichen für Solidarität und Geschlossenheit: Nur gemeinsam können die Arbeits- und Einkommensbedingungen der Beschäftigten in der Land- und Forstwirtschaft nachhaltig weiterentwickelt werden.
