Sprachbarrieren stellen landwirtschaftliche Betriebe und ausländische Beschäftigte, insbesondere Saisonarbeitskräfte, täglich vor große Herausforderungen. Missverständnisse bei Arbeitsaufträgen und Sicherheitsunterweisungen können schwerwiegende Folgen haben.

Klassische Präsenzkurse lassen sich während der arbeitsintensiven Erntezeit jedoch kaum umsetzen. Deshalb braucht es digitale Lernangebote, die zeitlich flexibel, ortsunabhängig und bereits vor der Einreise im Heimatland genutzt werden können.

Mit dem Auslaufen des Projekts „Integrality“ im Oktober gewinnen Nachfolgeangebote wie „Say Future“ und Angebote des ÖIF an Bedeutung. Sie sollen mehrsprachig über die österreichische Arbeitskultur, betriebliche Verhaltensregeln und wichtige Sprachkenntnisse informieren.

Entscheidend ist, dass Arbeitgeber und Beschäftigte frühzeitig und direkt Zugang zu diesen Werkzeugen erhalten.

Für die LAK ist dabei klar: Gute Schulungsangebote müssen ausgewogen informieren – über die Rechte der Beschäftigten ebenso wie über ihre arbeitsrechtlichen Pflichten. Dazu gehören beispielsweise Pünktlichkeit und die ordnungsgemäße Abmeldung bei Krankheit oder vorzeitiger Heimreise.

Gute Verständigung schafft Sicherheit, Klarheit und ein faires Miteinander.