Mit der letzten Schulwoche ging für die Abschlussklasse der Fachberufsschule für Gartenbau in Rotholz ein ereignisreiches Schuljahr zu Ende.
Noch waren die Lehrlinge in den Tagen zuvor stark gefordert – mit Prüfungen, Vorbereitungen für den Wettbewerb und vielfältigen Aufgaben, die den Berufsalltag der Gartenbauausbildung widerspiegelten.
Ein Höhepunkt jagte den nächsten: Vor dem eigentlichen Landes-Lehrlings-Wettbewerb kam es bereits zur Spannung und Vorfreude auf den großen Tag.
Landes-Lehrlingswettbewerb und Prüfungsrahmen
Der Landes-Lehrlingswettbewerb mündete in eine wesentliche Etappe der Ausbildung:
Die Facharbeiterprüfung findet am 1. und 2. September im Hofgarten in Innsbruck statt.
Für die Absolventinnen und Absolventen der FBG war damit auch der Weg in Richtung berufliche Praxis klar vorgezeichnet – und die Schulschlussfeier bot zugleich Raum, Erreichtes gebührend zu würdigen.
Ehrengäste bei der Feier in Rotholz
Endlich war dieser letzte Tag in Rotholz für die Gartenbau-Lehrlinge gekommen. In festlicher Kleidung, sichtbar gespannt auf die Ergebnisse des Landes-Lehrlingswettbewerbs, wurden die Absolventinnen und Absolventen mit den Ehrengästen von StR AV Ing. Elisabeth Lagler-Gschleiner begrüßt.
Besonders erfreulich: Viele Vertreterinnen und Vertreter aus Verwaltung, Kammern, Berufsvertretungen sowie Ausbildnerbetrieben nahmen sich Zeit, um den jungen Menschen Respekt und Anerkennung auszusprechen.
Vertreten waren unter anderem:
- SQM DI Gabriele Juen(Abteilung Landwirtschaftliches Schulwesen und Landwirtschaftsrecht)
- GM Christian Oppl(Vorstand Tirol Gärtner)
- Silvian Müller(Vorstand der Vorarlberger Gärtner)
- Ulrich Zeni (Landwirtschaftskammer Tirol, Bereichsleiter für Spezialkulturen und Markt)
- GM Bernhard Pless(Landwirtschaftskammer Tirol, Berater Zierpflanzenbau)
- Nicola Kirchler (Geschäftsführerin der Lehrlings- und
Fachausbildungsstelle LK – Tirol) - Johannes Schwaighofer (Kammerdirektor Landarbeiterkammer Tirol)
- Leiter Monique(Vertreter der Tiroler Junggärtner und Junggärtnerinnen)
- DirektorDI Stoll Josef
- Heimleitung Andrea Summerer
- FachlehrerInnender Fachberufsschule für Gartenbau: DI Koller Ingrid,
Lörzer Detlef BEd, Dipl. Päd. Gertrud Bramböck
Übergabe der Abschlusszeugnisse
Die Abschlusszeugnisse mit Bekanntgabe des Erfolges wurden vom Klassenvorstand Ing. Lörzer, Direktor DI Josef Stoll gemeinsam mit
Mag. Nicola Kirchler und SQM DI Gabriele Juen übergeben.
„Wir gratulieren herzlichst unseren Lehrlingen der Abschlussklassen zu ihren guten Zeugnissen!“ – damit leitete die Feier in den offiziellen Teil über, der sich an diesem Tag vor allem durch Anerkennung und gemeinsamen Stolz auszeichnete.
Lehrlinge mit ausgezeichnetem Erfolg
Besonders hervorgehoben wurden Lehrlinge mit ausgezeichnetem Erfolg:
- Matt Sascha– Gärtnerei Falch, Schnann Arlberg
- Prugg Luca– Gärtnerei Bernhart Elisabeth, Telfs
- Ritter Aurelia– reGREENa, Andelsbuch
- Walkner Thomas– Blumenpark Seidemann, Völs
- Wendt Jakob– HBLFA für Gartenbau – Bundesgärten, Innsbruck
Auszeichnung der Preisträger des Landeslehrlingswettbewerbs
An diesem Festtag konnten außerdem die Preisträger des Landeslehrlingswettbewerbs für junge Gärtnerinnen und Gärtner in Tirol und Vorarlberg ausgezeichnet werden.
Ausbildnerbetriebe mit ausgezeichnetem Erfolg bzw. Sieger beim Landeslehrlingswettbewerb waren:
- David Seidemann– Blumenpark Seidemann
- GM Elisabeth Bernhard– Gärtnerei Bernhard
- DI Nives Peres Rubio– Bundesgärten in Innsbruck
- GM Manuela Platter– Bundesgärten Innsbruck
Bewegende Worte – guter Ausklang
In bewegenden Worten gaben die Ehrengäste den jungen Menschen Mut, mit Freude ins Leben zu gehen und ihren schönen Beruf engagiert weiterzuführen. Den besonderen Tag ließen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer schließlich bei einem besonders guten Mittagsmenü ausklingen – und für die Lehrlinge wird dieser schöne Tag wohl noch länger nachwirken.
Fachberufsschule für Gartenbau auch Lebensschule
Die Besonderheit einer dieser schönen Pflanzen mag ein kleiner Wegweiser und Begleiter für eure berufliche und private Zukunft sein.
Ich habe für heute die Echinacea – den Scheinsonnenhut aus unserer Einladung gewählt.
Die Blüten des Sonnenhuts sind echte Knaller:
kräftig in der Farbe, auffallend in der Form und dabei doch unkompliziert.
In verschiedenen Farbtönen – von leuchtend bis harmonisch bringen sie Vielfalt in Beete und Pflanzungen.
Neue Aufgaben warten jetzt auf euch: Geht sie selbstbewusst an!
Die Echinacea ist mehrjährig – und genau das macht sie zu einem starken Symbol:
Wer durchhaltefähig ist, wer mit Fachwissen und mit Gefühl arbeitet,
hat eine Zukunft, die Bestand hat.https://www.lak-tirol.at/wp-content/uploads/2026/07/IMG_1263-900×600.jpg
Ihre langen Blütezeiten zeigen euch:
Geduld zahlt sich aus. Schritt für Schritt entsteht etwas, das bleibt.
Der Scheinsonnenhut ist vielseitig einsetzbar – ob im Ziergarten,
in pflegeleichten, naturnahen Konzepten und im modernen Beet Gestaltungen.
Diese Vielseitigkeit spielt auch euren Weg wieder:
In der Berufsschule und im Lehrbetrieb habt ihr gelernt Pflanzen zu verstehen, zu planen, fachgerecht zu pflegen und kreativ anzuwenden.
Nehmt diese Fähigkeiten mit in eure Arbeitsbereiche und bringt eure Besonderheiten ein.
Echinacea ist außerdem eine Nutzpflanze mit großer Artenvielfalt.
Damit steht sie für einen Beruf, der nicht nur schön aussieht, sondern auch Verantwortung trägt:
für lebendige Pflanzen, für sinnvolle Arbeit und für Ergebnisse, die man sehen und spüren kann.
Gleichzeitig ist sie auch eine Modepflanze mit hoher Zierwirkung –
eine Pflanze, die Fröhlichkeit ausstrahlt und mit ihrem Auftreten Freude in die Umgebung bringt.
So wie eure Arbeit künftig nicht nur Technik braucht, sondern auch Leidenschaft.
Der Sonnenhut strahlt Fröhlichkeit aus –
und genau diese Haltung wünsche ich euch für den nächsten Lebensabschnitt:
Offen sein für Neues, bereit sein zum Lernen und mutig, euren Platz zu gestalten.
Denn eure Ausbildung hat euch ein Fundament gegeben:
Wissen, Handwerk und das Bewusstsein, dass gutes immer aus dem Zusammenspiel von Natur und Können entsteht.
Aber die Echinacea symbolisiert heute nicht nur Erfolg.
Sie steht auch für Dankbarkeit und Ausdauer, die ihr bewiesen habt.
Für das Schöne in eurem Beruf und für das Glück,
das euch jetzt für die Zukunft begleiten soll.
Ich wünsche euch, dass ihr den Scheinsonnenhut als Erinnerung an euren Weg mitnehmt:
mehrjährig im Einsatz, langlebig im Engagement,
und farbenfroh in allem, was ihr vorhabt.

Quelle: AV StR Ing. Elisabeth Lagler-Gschleiner